Bankbetrug an Senior (85) vereitelt: Mann (20) aus Ghana bei Geldübergabe verhaftet

(Winterthur ZH). Am Montag, 26. Oktober 2026, kurz nach 14.00 Uhr, meldete eine Bankmitarbeiterin der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur, dass ein Kunde telefonisch angewiesen worden sei, sein gesamtes Geld abzuheben. Eine Person konnte verhaftet werden.

Die Betrüger kontaktierten den Geschädigten telefonisch und gaben sich als Bankangestellte aus. Sie behaupteten, dass sie auffällige Transaktionen festgestellt hätten und es bei der Bank Mitarbeitende gebe, die persönliche Informationen der Kunden weiterverkaufen würden.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ort: Winterthur, Kanton Zürich.
  • Zeitpunkt: Montag, 26. Oktober 2026, kurz nach 14.00 Uhr.
  • Betrugsmasche: Die Täter gaben sich telefonisch als Bankangestellte aus und warnten vor angeblich verdächtigen Transaktionen.
  • Geschädigter: 85-jähriger Schweizer.
  • Forderung: Der Mann sollte sein gesamtes Geld abheben und darüber schweigen.
  • Polizeieinsatz: Die Bank informierte die Stadtpolizei Winterthur, die den Senior während weiterer Telefonate betreute.
  • Festnahme: Ein 20-jähriger Mann aus Ghana wurde unmittelbar nach der Übergabe des vermeintlichen Bargeldes verhaftet.
  • Ermittlungen: Die Kantonspolizei Zürich führt die weiteren Abklärungen.

Unter dem Vorwand von Sicherheitsmassnahmen forderten sie den 85-jährigen Schweizer auf, sein gesamtes Geld bei der Bank abzuheben und niemandem davon zu erzählen.

Die Bank informierte daraufhin die Stadtpolizei Winterthur. Bei den weiteren Telefonaten wurde der 85-Jährige durch Spezialisten der Stadtpolizei Winterthur betreut. Die Betrüger behaupteten nun, dass sich unter den Banknoten Fälschungen befänden und die Polizei daher das Geld abholen werde.

Unmittelbar nach der Übergabe des vermeintlichen „Bargeldes“ konnte der Geldabholer, ein 20-jähriger Mann aus Ghana, durch die Stadtpolizei Winterthur verhaftet werden.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kantonspolizei Zürich geführt.

Die Stadtpolizei Winterthur empfiehlt, das eigene Umfeld, insbesondere ältere Personen, vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen zu warnen. Zudem sollten niemals persönliche Daten bekanntgegeben und im Zweifelsfall immer die Polizei informiert werden.

 

Quelle: Stadtpolizei Winterthur
Bildquelle: Symbolbild © /Shutterstock.com


Polizei.news informiert | Telefonbetrug

Falsche Bankanrufe erkennen: Drei Regeln zum Schutz Ihres Geldes

Telefonbetrüger können täuschend echt auftreten. Sie verwenden Fachbegriffe, kennen mitunter persönliche Angaben und erzeugen durch angebliche Sicherheitsprobleme grossen Zeitdruck. Ihr Ziel ist es, an Geld, Bankkarten oder vertrauliche Zugangsdaten zu gelangen. Wer die wichtigsten Warnsignale kennt, kann sich wirksam schützen.

1. Bei Geldforderungen sofort auflegen: Werden Sie am Telefon aufgefordert, Bargeld abzuheben, Wertsachen bereitzulegen oder Geld einer fremden Person zu übergeben, beenden Sie das Gespräch. Lassen Sie sich nicht von angeblich dringenden Sicherheitsmassnahmen unter Druck setzen. Echte Banken und Polizeistellen verlangen keine heimlichen Bargeldübergaben.

2. Die Bank selbst zurückrufen: Verwenden Sie ausschliesslich eine Telefonnummer, die Sie bereits kennen oder auf der offiziellen Website Ihrer Bank selbst nachgeschlagen haben. Rufen Sie nicht einfach die Nummer zurück, die Ihnen eine unbekannte Person genannt hat. Geben Sie niemals PINs, Passwörter, Einmalcodes oder andere vertrauliche Zugangsdaten weiter.

3. Angehörige informieren und Verdachtsfälle melden: Sprechen Sie innerhalb der Familie über bekannte Telefonbetrugsmaschen, insbesondere mit älteren Angehörigen. Vereinbaren Sie, dass ungewöhnliche Geldforderungen immer zuerst gemeinsam geprüft werden. Verdächtige Anrufe können der Polizei unter 117 gemeldet werden. Versuchen Sie nicht, mutmassliche Täter selbst zu stellen.

Gut zu wissen: Betrüger können die angezeigte Telefonnummer manipulieren. Dieses Verfahren wird als „Caller-ID-Spoofing“ bezeichnet. Selbst wenn auf dem Display die Nummer einer bekannten Bank erscheint, beweist das nicht, dass tatsächlich ein Bankmitarbeiter anruft.

Bereits Geld oder Bankdaten weitergegeben? Informieren Sie sofort Ihre Bank, lassen Sie gegebenenfalls Karten oder Onlinebanking-Zugänge sperren und erstatten Sie Anzeige. Bewahren Sie Nachrichten, Telefonnummern und weitere mögliche Belege auf. Je früher Sie handeln, desto eher können noch Schutzmassnahmen eingeleitet werden.

Praktischer Familientipp: Legen Sie gemeinsam mit älteren Angehörigen eine kleine Liste mit vertrauenswürdigen Telefonnummern an – beispielsweise von Bank, Polizei und Familienmitgliedern. So haben Betroffene auch in einer Stresssituation eine verlässliche Anlaufstelle.

Weitere hilfreiche Informationen über manipulierte Bankrufnummern und den Schutz persönlicher Zugangsdaten bietet der redaktionelle Präventionsbeitrag „Falscher Bankanruf kann täuschend echt wirken – Polizei warnt vor fieser Betrugsmasche“ auf Polizei.news.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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