Rückruf wegen möglicher Listerien: Diese neun Brie-Sorten dürfen nicht mehr gegessen werden

(Schweiz). Die Migros ruft vorsorglich Weichkäse-Produkte zurück.

Diese könnten mit Listerien belastet sein.

Polizei.news | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Rückruf: Neun Weichkäse-Produkte der Migros.
  • Grund: Mögliche Belastung mit Listerien.
  • Gesundheitsrisiko: Kann nicht ausgeschlossen werden.
  • Betroffene Produkte: Verschiedene Brie-Sorten und Bonaparte Rahmweichkäse.
  • Verbrauchsdaten: Alle.
  • Verkaufsregionen: Migros Ostschweiz, Aare, Zürich, Basel und Luzern – abhängig vom Produkt.
  • Verhalten: Betroffene Produkte nicht konsumieren.
  • Rückgabe: In einer Migros-Filiale möglich.
  • Rückerstattung: Der Verkaufspreis wird zurückerstattet.

Ein Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.  Die Migros bittet ihre Kundinnen und Kunden diese Produkte nicht zu verzehren.

Diese neun Weichkäse-Produkte sind vom Rückruf betroffen

Folgende Produkte sind vom Rückruf betroffen:

1. Mini Brie Steinpilz 150g

Name: Mini Brie Steinpilz 150g
Strichcode: 7611357014218
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Migros Ostschweiz

2. Mini Brie Knoblauch 150g

Name: Mini Brie Knoblauch 150g
Strichcode: 7611357013938
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Migros Ostschweiz

3. Brie Chili 1/2

Name: Brie Chili 1/2
Strichcode: 2184905000001
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Migros Ostschweiz

4. Brie Trüffel 1/2

Name: Brie Trüffel 1/2
Strichcode: 2180251000009
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Migros Ostschweiz

5. Mini Brie Schnittlauch 150g

Name: Mini Brie Schnittlauch 150g
Strichcode: 7613404106808
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Migros Aare

6. Mini Brie Chili 150g

Name: Mini Brie Chili 150g
Strichcode: 7613404108543
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Genossenschaften Migros Zürich, Basel, Ostschweiz und Luzern

7. Mini Brie Trüffel 150g

Name: Mini Brie Trüffel 150g
Strichcode: 7613404107218
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Genossenschaften Migros Zürich, Basel und Luzern

8. Bonaparte Rahmweichkäse

Name: Bonaparte Rahmweichkäse
Strichcode: 213772800000 / 7617067006475
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Genossenschaft Ostschweiz

9. AdR Ostschweiz Brie

Name: AdR Ostschweiz Brie
Strichcode: 2188414000002 / 7617027858380
Verbrauchen bis: alle
Verkaufsorte: Filialen der Genossenschaft Ostschweiz

Migros warnt vor Gesundheitsrisiko durch Listerien

Die betroffenen Produkte wurden umgehend für den Verkauf gesperrt. Kundinnen und Kunden werden gebeten, die Weichkäse nicht zu konsumieren. Listerien können gesundheitliche Konsequenzen haben. In Einzelfällen könnten nach dem Verzehr grippeartige Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit) auftreten. Schwangeren sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem, bei denen die beschriebenen Symptome erscheinen, wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Betroffene Produkte zurückbringen – Kaufpreis wird erstattet

Kundinnen und Kunden, die das betreffende Produkt zuhause haben, können es in ihre Migros-Filiale zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet.

 

Quelle: Migros
Bildquelle: Migros


Polizei.news | Listerien und Lebensmittelsicherheit

Listerien in Lebensmitteln: Drei wichtige Regeln zum Schutz der Gesundheit

Listerien sind Bakterien, die über verunreinigte Lebensmittel übertragen werden können. Eine Infektion kann bei gesunden Menschen ohne Beschwerden oder mit milden Symptomen verlaufen. Für Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem kann sie dagegen schwerwiegende Folgen haben.

1. Zurückgerufene Lebensmittel konsequent aussortieren

Kontrollieren Sie bei einem Lebensmittelrückruf den Produktnamen, den Strichcode und die angegebenen Verbrauchsdaten. Essen Sie ein betroffenes Produkt nicht, selbst wenn es normal aussieht, riecht oder schmeckt. Krankheitserregende Bakterien lassen sich nicht zuverlässig mit den Sinnen erkennen. Folgen Sie den Anweisungen des Herstellers zur Rückgabe oder Entsorgung.

2. Küchenhygiene und Kühlkette beachten

Lagern Sie leicht verderbliche Lebensmittel bei den vorgeschriebenen Temperaturen und halten Sie die Kühlkette möglichst ein. Reinigen Sie Hände, Schneidebretter, Messer und Arbeitsflächen nach Kontakt mit möglicherweise verunreinigten Lebensmitteln gründlich. Bewahren Sie rohe und verzehrfertige Lebensmittel getrennt auf, damit Bakterien nicht übertragen werden. Listerien können sich auch bei Kühlschranktemperaturen vermehren.

3. Bei Beschwerden und erhöhtem Risiko ärztlichen Rat einholen

Nach einer Listerien-Infektion können unter anderem Fieber, grippeartige Beschwerden und Magen-Darm-Symptome auftreten. Besonders gefährdet sind Schwangere, ältere Menschen und Personen mit geschwächter Immunabwehr. Wenn Sie ein zurückgerufenes Lebensmittel gegessen haben und Beschwerden entwickeln, wenden Sie sich an eine medizinische Fachperson. Schwangere und andere besonders gefährdete Personen sollten nach einem möglichen Kontakt auch ohne ausgeprägte Symptome frühzeitig ärztlich abklären lassen, ob weitere Schritte nötig sind.

Gut zu wissen: Eine Listeriose kann bei Schwangeren auch dann schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind haben, wenn die Mutter selbst nur leichte Beschwerden zeigt. Deshalb ist die besondere Vorsicht bei gefährdeten Personengruppen wichtig.

Nicht auf das Verbrauchsdatum verlassen: Ein gültiges Verbrauchsdatum bedeutet nicht, dass ein zurückgerufenes Produkt bedenkenlos verzehrt werden darf. Bei einem Rückruf haben die konkreten Warnhinweise des Herstellers Vorrang.

Weitere Informationen: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen veröffentlicht aktuelle Lebensmittelwarnungen und Rückrufe. Das Bundesamt für Gesundheit informiert über die Erkrankung Listeriose und besonders gefährdete Personengruppen.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion

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