Hardplatz-Krawalle: Polizei sucht Videos und Fotos – Schaden geht in die Hunderttausende

(Zürich ZH). Nach den Ausschreitungen vom 11. Oktober 2026 beim Hardplatz sucht die Stadtpolizei Zürich vorhandene Video- und Bildaufnahmen.

Die Ermittlungen nach den Ausschreitungen beim Hardplatz dauern nach wie vor an.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ereignis: Ausschreitungen beim Hardplatz
  • Zeitraum: Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2026
  • Sachschaden: Mehrere hunderttausend Franken
  • Ermittlungen: Stadtpolizei Zürich sucht mutmassliche Straftäter
  • Gesucht: Video- und Bildaufnahmen aus der Bevölkerung
  • Wichtig: Auch Aufnahmen vor oder nach den Ausschreitungen sind von Interesse
  • Übermittlung: Ohne Angabe von Namen und Kontaktdaten möglich
  • Dateien: Möglichst unveränderte Originalaufnahmen einreichen

Die Sachschäden beziffern sich zwischenzeitlich auf mehrere hunderttausend Franken. Um die Ereignisse möglichst umfassend aufzuklären und mutmassliche Straftäter zu identifizieren, ist die Polizei auch auf Bild- und Videoaufnahmen aus der Bevölkerung angewiesen. Personen, die über entsprechende Aufnahmen des Vorfalls beim Hardplatz, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 10./11. Oktober 2026, verfügen, werden gebeten, diese über folgenden Link der Stadtpolizei Zürich zur Verfügung zu stellen: Upload Ausschreitungen Hardplatz Zürich

Von Interesse ist Bildmaterial, das auch vor oder nach den eigentlichen Ausschreitungen entstanden ist.

Die Übermittlung ist ohne Angabe von Namen und Kontaktdaten möglich. Die Aufnahmen können von den zuständigen Strafverfolgungsbehörden und Gerichten nach Massgabe der gesetzlichen Bestimmungen zur Aufklärung der Ereignisse ausgewertet und als Beweismittel verwendet werden. Bitte übermitteln Sie nach Möglichkeit unveränderte Originaldateien und geben Sie, soweit bekannt, Aufnahmeort und -zeit an.


Zeugenaufruf: Polizei sucht Aufnahmen der Ausschreitungen

Die Stadtpolizei Zürich bittet Personen, die über Bild- oder Videomaterial aus der Nacht vom 10. auf den 11. Oktober 2026 beim Hardplatz verfügen, um die Übermittlung ihrer Aufnahmen.

Auch Aufnahmen vor oder nach den Ausschreitungen können wichtig sein.

Offizielle Upload-Adresse der Stadtpolizei Zürich

https://zueriboxv2.stadt-zuerich.ch/index.php/s/dn2fom2ZHmCDKD7

Die Adresse kann kopiert und im Browser aufgerufen werden. Eine Übermittlung ohne Angabe von Namen und Kontaktdaten ist gemäss Polizeimeldung möglich.

Bitte möglichst unveränderte Originaldateien übermitteln und, sofern bekannt, Aufnahmeort und Aufnahmezeit angeben.


Polizei.news informiert | Digitale Beweissicherung

Fotos und Videos als Beweismittel: So bleiben wichtige Informationen erhalten

Handyvideos und digitale Fotos können Ermittlungsbehörden helfen, Abläufe zu rekonstruieren, Zeitpunkte einzugrenzen und Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen.

Entscheidend ist dabei nicht allein, was auf einer Aufnahme zu sehen ist. Auch technische Informationen wie Aufnahmedatum, Uhrzeit und Originaldatei können für die Auswertung von Bedeutung sein.

Sechs Tipps für die sichere Weitergabe digitaler Aufnahmen

1. Originaldateien aufbewahren

Bewahren Sie Fotos und Videos möglichst in der ursprünglichen Form auf. Vermeiden Sie nachträgliches Zuschneiden, Filtern oder Bearbeiten der Dateien, die Sie als Beweismittel einreichen möchten.

2. Aufnahmedatum und Uhrzeit erhalten

Übertragen Sie Dateien möglichst so, dass vorhandene Metadaten erhalten bleiben. Das kann helfen, den zeitlichen Ablauf eines Ereignisses nachzuvollziehen.

3. Aufnahmeort notieren

Falls nicht eindeutig erkennbar, halten Sie fest, wo Sie sich während der Aufnahme befanden und in welche Richtung Sie gefilmt oder fotografiert haben.

4. Keine Ausschnitte ohne Original einreichen

Eine vollständige Aufnahme kann wichtige Vorgänge vor und nach einer bestimmten Szene zeigen. Reichen Sie deshalb nach Möglichkeit die gesamte Originaldatei ein.

5. Keine ungesicherten Veröffentlichungen

Veröffentlichen Sie Aufnahmen mit erkennbaren Personen nicht unüberlegt in sozialen Netzwerken. Ungeprüfte Anschuldigungen können Unbeteiligte schädigen und Persönlichkeitsrechte verletzen.

6. Nur offizielle Übermittlungswege nutzen

Nutzen Sie für sensible Aufnahmen ausschliesslich die von der zuständigen Polizei bekannt gegebenen Übermittlungswege. Prüfen Sie die vollständige Internetadresse, bevor Sie Dateien hochladen.

Warum unbearbeitete Originalaufnahmen wichtig sind

Beim Versand von Fotos oder Videos über Messenger-Dienste werden Dateien teilweise verkleinert oder technisch verändert. Dabei können Bildqualität und zusätzliche Dateiinformationen verloren gehen.

Originaldateien können dagegen eine höhere Auflösung sowie weitere Informationen enthalten, die bei einer späteren technischen Untersuchung hilfreich sind.

Wer Aufnahmen für Strafverfolgungsbehörden bereitstellt, sollte deshalb möglichst keine bearbeitete oder komprimierte Version anstelle des Originals verwenden.

Datenschutz: Was bei Aufnahmen im öffentlichen Raum zu beachten ist

Fotos und Videos können personenbezogene Daten enthalten. Deshalb ist zwischen der Übermittlung an zuständige Ermittlungsbehörden und einer öffentlichen Verbreitung zu unterscheiden.

Die Weitergabe an die Polizei kann zur Aufklärung einer Straftat beitragen. Eine Veröffentlichung im Internet kann dagegen zusätzliche Fragen des Persönlichkeitsschutzes und Datenschutzes aufwerfen.

Besonders wichtig ist die Unschuldsvermutung: Aus der blossen Anwesenheit einer Person auf einer Aufnahme darf nicht automatisch auf eine Beteiligung an einer Straftat geschlossen werden.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich
Bildquelle: Symbolbild © jahandsign/Shutterstock.com

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